Google Signale – ein neues Feature für Google Analytics
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Google Signale – ein neues Feature für Google Analytics

Google bringt wieder einmal eine Erweiterung für Google Analytics an den Start: Google Signale. Dieses läuft gerade in einer Beta-Phase und wird nach und nach in manchen Analytics-Konten aktiviert. Wenn ihr für die Beta ausgewählt wurdet, seht ihr am oberen Rand einen blauen Hinweisbanner wie im nachfolgendem Bild direkt auf eurem Analytics-Dashboard:

Google Signale Beta | Hinweisbanner Google Analytics

Falls der Hinweis nicht kommt oder ihr den schon weggedrückt habt, könnt ihr Google Signale aber auf Property-Ebene unter Trackinginformationen > Datensammlung ebenfalls aktivieren:

Google Signale Beta | Kurzerklärung

Was für Funktionen erhaltet ihr mit Google Signale?

Das wichtigste: geräteübergreifendes User-Tracking (Cross-Device-Tracking) unter Zuhilfenahme der Daten von Google mit einer Menge neuer Berichts- und Auswertungsmöglichkeiten. Vor Google Signale war dies nur möglich, indem man den Benutzer über die User-ID identifiziert. Dabei ist die Voraussetzung jedoch, dass sich eure Besucher auf eurer Seite irgendwie einloggt haben und erfordert einigen technischen Aufwand bei der Implementierung.

Die Customer Journey

Doch was heißt geräteübergreifendes Tracking? Hierzu ein klassisches Beispiel: wir wollen ein Auto kaufen. Ein Auto hat (meistens auf jeden Fall 😉) einen sehr hohen Wert und vor dem Kauf recherchiert man gerade bei hochpreisigen Artikeln erst einmal sehr gründlich im Internet.

Dabei geht ihr meistens über die verschiedensten Geräte:

  • auf dem PC wird erst einmal eine grundsätzliche Recherche zu verfügbaren Marken & Typen zu dem gesetzten Budget unternommen
  • über die Mobile App haltet ihr euch über Preisänderungen und neue Angebote für den ausgesuchten Fahrzeugtyp auf dem Laufenden
  • auf dem Tablet zeigt ihr eurer Familie das Wunschauto und besprecht Vor- und Nachteile
  • über den PC sucht ihr dann die Kontaktdaten des Händlers raus ruft diesen an

So war es zumindest bei mir 😊 Das nennt man im Marketing dann die Customer Journey und ist ohne Google Signale bzw. die Nutzung der User-ID-Funktionalität in Google Analytics aktuell nicht abzubilden.

Die obige Customer Journey würde in Google Analytics als 3 verschieden agierende Benutzer (PC, Mobiltelefon und Tablet) angezeigt werden, obwohl es ein und derselbe ist. Eine Bewertung der Kanäle würde den Geräten Mobile & Tablet in diesem Fall fälschlicherweise kaum Bedeutung zuweisen.

Wo kommen die Daten bei Google Signale her?

Die Daten sind Google schon seit langem bekannt und werden auch bei Google Ads den Werbetreibenden zur Verfügung gestellt – Stichwort: personalisierte Werbung und Remarketing bzw. Retargeting. Neben demografischen und interessenbasierten Daten weiß Google auch sehr oft, welche Geräte zu welchem Nutzer gehören und kann so einen Nutzer mit Werbeanzeigen regelrecht verfolgen. Wer sich mal bei Amazon Produkte auf dem PC angeschaut hat, kennt das sicherlich: auf einmal erhält man passende Werbeanzeigen zu dem Produkt auch auf sein Smartphone und Tablet 😉

Und das ist auch eine Grundvoraussetzung für Google Signale: der Nutzer muss personalisierter Werbung zugestimmt haben. Hat er das nicht, fällt das geräteübergreifende Tracking flach.

Wem nützt dieses neue Feature etwas?

Kurz gesagt – nicht für jeden ist es sinnvoll, Google Signale zu aktiveren. Vor allem muss man dabei auch im Hinterkopf behalten, dass da ja noch das Unwort DSGVO mit im Spiel ist – es gelten hier mindestens die gleichen Regeln wie für die Sammlung demografischer und interessenbasierter Daten (displayFeatures).

Auch für Onlineshops mit niedrigpreisigen Artikeln oder kleineren Handwerks- und Einzelhandelsbetrieben mit einer kurzen Customer Journey (wie beispielsweise Frisöre oder Maler) wird es vermutlich wenig Sinn machen.

Und natürlich ist Google Signale für diejenigen uninteressant, die in der Webanalyse die Anzahl der Besucher für den wichtigsten Wert halten 😉

Für wen es sich dagegen mit Sicherheit lohnt: Onlineshops mit mittel- bis hochpreisigen Artikeln, Dienstleistungs- und Produktanbieter mit einer mehrstufigen Customer Journey und eigentlich allen, die auf unterschiedlichen Kanälen (SEO, SEA, Social) unterwegs sind.

Ich hoffe ihr konntet hier einen kleinen Einblick in die Google Signale bekommen – nun müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr die Daten wollt und auch nutzt 😉

Eine ausführliche Anleitung zur Aktivierung von Google Signale sowie ein Vergleich findet ihr hier: Google Analytics Hilfe



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